Kochen mit Kindern hat auch pädagogische Hintergründe

Der Bezug zur Nahrung, den die Menschheit in früheren Zeiten hatte, fehlt heutzutage vielen Erwachsenen. Auch Kinder sind davon betroffen und realisieren gar nicht mehr, was sie essen. Kochen mit Kindern kann ein Schritt in die Richtung zu mehr Bewusstsein bei der Nahrungsaufnahme sein, denn so entdecken Kinder ihre Nahrung spielerisch und sind bei jedem Schritt der Zubereitung live dabei. Sie lernen dadurch nicht nur, woraus ihre Lieblingsgerichte bestehen, sondern sammeln erste Erfahrungen in der Küche, an die sie sich später als Erwachsene erinnern werden, wenn sie für sich alleine kochen müssen.

Kochen mit Kindern – spielerisch kochen lernen

Natürlich soll sich kein Kind ganz alleine an den Herd stellen und kochen können. Das kommt erst mit der Zeit, höchstens als Erwachsene müssen sie für sich allein kochen. Für ihre Lernerfolge wäre es allerdings sinnvoll, wenn sie frühzeitig damit beginnen, kochen zu lernen, denn auch wenn sie ihre Kenntnisse noch nicht ohne einen Erwachsenen zur Aufsicht anwenden, so bringt es ihnen doch die ersten Erfahrungen, gemeinsam mit den Eltern zu kochen. Unter Aufsicht können sie ausprobieren, was sie gelernt haben – und wenn sie dann einmal für sich allein kochen, wenn sie älter sind, wissen sie genau, wie es geht. Auch erfahren sie, aus welchen Zutaten ihr Essen besteht, was ihnen andernfalls nicht bewusst wäre. Sie entwickeln ein Gespür dafür, wie ihre Lieblingsgerichte zubereitet werden und was ein gesundes Gericht enthalten sollte. Das nimmt ihnen auch die Scheu vor Neuem, die für Kinder ganz normal ist und sie evolutionsbiologisch betrachtet davor schützen soll, sich gefährliche Vergiftungen durch zu viel Neugier einzufangen.

Der Bezug zur Nahrung

In einer Zeit, in der gerade Erwachsene öfter Pizza und Fast Food bestellen, als sich gesund zu ernähren, verlieren sogar Kinder den Bezug zur (gesunden) Ernährung. Schlimmstenfalls wissen sie nicht einmal, woraus Pommes bestehen oder dass der Käse auf ihrer Fertigpizza ein Milchprodukt ist. Dabei brauchen gerade Kinder gesunde, naturbelassene Nahrung und sind darauf angewiesen, Lebensmittel erst einmal kennen zu lernen. Beim Kochen mit Kindern können sie diesen Bezug herstellen. Dabei sollte man natürlich nicht nur Pizza oder Nudeln zubereiten, auch wenn man sie komplett selber macht. Experimente mit verschiedenem Gemüse sind mindestens genauso wichtig und relevant. Kinder haben vor Gemüse eine natürliche Scheu und brauchen Zeit, bis die verschiedenen Sorten ihnen schmecken. Wenn sie sie beim gemeinsamen Kochen mit den Eltern jedoch anfassen, roh essen, riechen, schmecken und verarbeiten dürfen, tut ihnen das gut und sie essen sie bereitwilliger, denn sie haben sie schließlich selber verarbeitet. Kochen mit Kindern macht darüber hinaus natürlich einfach Spaß und ist gemeinsam verbrachte Zeit für die kleine Familie.

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Ein Kommentar zu “Kochen mit Kindern hat auch pädagogische Hintergründe

  1. Ich selbst finde es auch sehr wichtig, mit meinen Kindern gemeinsam zu kochen und ihnen dabei auch beizubringen, was sich am Ende dann auch tatsächlich auf dem Teller befindet und den Kindern macht es einfach Spass.

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