Lebensmittelunverträglichkeiten

Lebensmittelunverträglichkeiten = Lebensmittelallergie?

Kennt ihr die folgenden Fragen? Warum furzet und rülpset ihr nicht? Hat es euch nicht geschmecket? Furzen und Rülpsen können jedoch auch eine andere Ursache als nicht schmackhaftes Essen haben. Grund ist manchmal eine Lebensmittelallergie.

Die kann sich auf verschiedene Weise äußern. Unter Umständen kann euch das helfen, einen Erzfeind galant um die Ecke zu bringen. Und dafür müsst ihr mit etwas Glück noch nicht mal in ein kleines, vom Staat bezahltes Zimmer umziehen. Doch auch bei einem Schönheitswettbewerb könnt ihr mehr Punkte holen, wenn ihr wisst, welches Lebensmittel bei der Konkurrentin eine Allergie auslöst.

Eine Lebensmittelallergie, ist im Gegensatz zu einer Lebensmittelunverträglichkeit, eine Überreaktion des Immunsystems auf geringste Mengen eines Nahrungsmittels. Sie ist nicht angeboren und baut sich langsam auf.

Die Unverträglichkeit von bestimmten Nahrungsmitteln hingegen ist eine Stoffwechselreaktion, welche zu den häufigsten “Kinderkrankheiten” geworden ist. Fast 40% der Kinder, vorwiegend im Kleinkindalter, sind im Laufe ihrer Kindheit davon betroffen. Mit zunehmenden Alter des Kindes lässt diese jedoch meistens nach.

Lactoseintolleranz

Sie ist sehr weit verbreitet. Grund für die Unverträglichkeit ist ein fehlendes oder nicht in ausreichender Menge enthaltenes Enzym, was den Milchzucker aus der Nahrung im Dünndarm abbaut. Hierbei handelt es sich um Laktase. Darum wird der Milchzucker im Dickdarm vergoren, was zu leichten bis heftigen Beschwerden führen kann. Druck im Bauch und geruchsintensive Darmwinde sind noch leichte Beschwerden. Es kann nämlich auch zu Durchfällen und Erbrechen führen. Wer darunter leidet, hat drei Möglichkeiten. Man kann Unwohlsein mit neu entwickelten Tablettchen vorbeugen. Auch ist es durchaus hilfreich, die lactosehaltigen Lebensmittel konsequent zu vermeiden. Im Handel werden jedoch inzwischen viele Produkte angeboten, die keine Unwohlsein auslösende Lactose enthalten. 107

Kuhmilchunverträglichkeit

Was bei der Lactoseunverträglichkeit die Unverdaubarkeit von Milchzucker ist, ist bei Kuhmilchunverträglichkeit eine Allergie gegen dort enthaltene Eiweißbestandteile. Die Anzeichen dafür können verschiedene Formen annehmen und äußerlich als auch innerlich auftreten. Oft ist die Haut betroffen mit leichter bis schwerer Akne. Diese ist bei der Suche nach dem Partner fürs Leben eher hinderlich. Man sieht nämlich aus, als hätte ein Gefecht mit einem Bienenvolk stattgefunden. Auch Neurodermitis und Ekzeme können als äußere Zeichen vorkommen. Auch bei Schlafstörungen, innerer Unruhe sowie Hyperaktivität kann eine Kuhmilchunverträglichkeit vorliegen.

Symptome einer Lebensmittelunverträglichkeit

Lebensmittelunverträglichkeitssymptome können verschiedene Formen annehmen. Manche empfinden ein Gefühl, als hätten sie zu viel gegessen. Andere reagieren auf verschiedene Lebensmittel mit Bauchschmerzen und Blähungen, sogar Durchfälle sind möglich. Übelkeit ist auch nicht unbedingt ein schönes Gefühl. Für einige Allergiker ist Hautausschlag die größte Katastrophe. Doch das ist bei weitem nicht die schwerste Reaktion auf Nahrungsmittel. Denn Lebensmittelunverträglichkeitssymptome können auch lebensbedrohlich werden, wenn der Körper mit einem anaphylaktischen Schock reagiert. Dabei weiten sich die Blutgefäße und Wasser wird im Gewebe eingelagert. Das führt zu schwachem Puls und in der Folge sackt der Blutdruck in den Keller. Weil dadurch die Organe schlechter durchblutet werden, kommt es zu Organversagen, was innerhalb kurzer Zeit zum Tod führt.

Lebensmittelunverträglichkeit testen

Lasst euch auf eine Lebensmittelunverträglichkeit testen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sinnvoll ist es in jedem Fall, wenn ein Tagebuch geführt wird, in dem die verzehrten Lebensmittel aufgeführt werden. Gleichzeitig werden die Reaktionen des Körpers darauf beschrieben. Wenn ihr dann genau wisst, welche Lebensmittel euch Unwohlsein verursachen, lasst sie einfach weg. Eine allergische Reaktion kann aber auch durch eine auf die Schleimhäute aufgetragene Lösung auslösen. Manchmal wird ein wenig Blut abgenommen, um zu prüfen, ob der Körper gegen bestimmte Nahrungsmittel Antikörper gebildet hat. So lässt sich zuverlässig bestimmen, ob sich Abwehrstoffe gegen Gluten im Blut befinden. Dann kann der Körper kein Weizenmehl vertragen. Wer kein Blut sehen kann, sollte sich während dieser Prozedur die Augen verbinden. Ein Tropfen des edlen Saftes reicht aus, um eine Intoleranz gegen Milchzucker und Fruchtzucker festzustellen. Beide lassen bei gesunden Menschen den Blutzucker ansteigen. Im Atem lässt sich jedoch auch feststellen, ob gegen diese beiden Nährstoffe eine Lebensmittelallergie besteht. Das funktioniert mit dem Wasserstoff-Atem-Test.

Zöliakie

ist eine meist angeborenen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut. Ein chronischer Immundefekt gegen Gluten, einen in vielen Getreidearten vorkommenden Klebereiweis. Bei der Zöliakie wird dieses Klebereiweis nicht vertragen und es entwickeln sich Giftstoffe, welche die Darmzotten zerstören.

Dadurch können Nährstoffe nicht mehr in ausreichendem Maße aufgenommen werden und verbleiben unverdaut im Darm. Es kommt zu massiven Verdauungsproblemen. Eine nicht therapierte Zöliakie kann zu Karzinome im Verdauungstrakt, insbesondere zu Tumoren im Zwölffingerdarm, führen und zu Lymphknotenkrebs. Derzeit ist die Zöliakie ausschließlich mit einer glutenfreien Diät behandelbar.

Symptome der Zöliakie

Oft wird die Krankheit mit anderen Krankheiten wie z.B. dem Reizdarm verwechselt. Die Symptome der Zöliakie muss man häufig suchen, da die meisten Betroffenen nur wenig Symptome verspüren. Häufig ist es nur ein Unwohlsein im Bauch oder Übelkeit.

Kinder mit Zöliakie leiden häufig an chronischen Durchfällen, Appetitlosigkeit, sind müde und schlapp, nehmen nicht oder nicht ausreichend an Gewicht zu. Sie fallen durch dünne Arme und Beine und einen Blähbauch auf.

 

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Ein Kommentar zu “Lebensmittelunverträglichkeiten

  1. Hallo Kathrin,

    den Artikel finde ich richtig interessant und gut geschrieben.
    Ich wusste auch bis eben gar nicht, dass eine solche Unverträglichkeit auch schon im Kindesalter eintritt, bisher habe ich so etwas nur bei Erwachsenen in meinem Bekanntenkreis beobachtet.

    Sonnige Grüße
    Max

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